Grünes Thai-Curry mit Huhn
Grünes Curry mit Huhn (Gai) oder anderem Fleisch ist ein Klassiker der Thai-Küche, der sich auf der Speisekarte eines jeden siamesischen Restaurants findet. Wir geben hier ein ganz einfaches Grundrezept wieder, das sich jedoch schier endlos variieren lässt – etwa indem man andere Fleischsorten und Gemüse (etwa Bambussprossen, Thai- oder Erbsenauberginen) wählt, Pilze hinzufügt etc. Im Fall dieses Rezeptes wird das Fleisch direkt in der Currypaste angeschmort – je nach Beschaffenheit und Garzeit des Fleisches kann man es aber auch vorgängig kochen oder schmoren, frittieren, grillen oder in Kokosmilch garen. Dasselbe gilt auch für das Gemüse, das hier direkt im Curry gewärmt wird – je nachdem aber vorgegart werden sollte (auch um zu vermeiden, dass wässrige Gemüse das Curry verdünnen).
1 TL Koriandersamen
½ TL Kreuzkümmel
1 EL weisser Pfeffer
2-3 cm Galgant (etwa 25 g),geputzt und fein gehackt (ca. 2 EL)
2 cm frisches, rotes Kurkuma, fein gehackt (ca. 1 EL)
4 Stängel Zitronengras, nur die inneren, weissen und zarteren Teile, fein gehackt (ca. 4 EL)
10 Korianderwürzelchen, gut gewaschen und gehackt (knapp 2 EL)
Zeste von 3 bis 4 Kaffernlimetten (oder ersatzweise von 1 bis 2 ‹gewöhnlichen› Limette), nur der ganz grüne Teil (gut 1 bis 2 EL)
20 kleine, grüne, scharfe Chilis (am besten Vogelaugenchilis, Capsicum frutescens), entstielt und fein gehackt (ca. 2 EL – wenn es ganz kleine Chilis sind braucht es dafür allerdings auch gerne 50 Stück).
2 grosse, grüne, wenig scharfe Chilis (Capsicum annuum), entkernzt und fein gehackt (ca. 2 EL)
3 französische Schalotten oder 8 kleine, rote Thai-Schalotten, grob gehackt (ca. 6 EL)
8 Zehen Knoblauch, grob gehackt (ca. 4 EL)
2 TL Garnelenpaste
2 TL Salz
Wir geben an dieser Stelle nur eine grobe Anleitung für die Herstellung der Paste mit Hilfe eines Mörsers wieder. Grundlegendes zum Thema thailändischer Currypasten, zu ihren Ingredienzien, ihren Prinzipien, Modalitäten und Herstellungsverfahren (etwa mit Mixer oder Fleischwolf) haben wir im Kapitel Thailändische Currys zusammengefasst. Jede Paste ist im Idealfall auf das Rezept abgestimmt, in dessen Verlauf sie eingesetzt wird. Wie die Paste genau beschaffen ist, entscheidet jedoch nicht das Rezept allein: Ein Curry ist immer ein kleines Abenteuer – sein Gelingen hängt stark von Intuition und Inspiration von Koch oder Köchin ab.
2 dl Kokoscreme (am besten frisch hergestellt – sonst Kokoscreme aus der Dose und etwas Öl dazu)
400 g Brust oder besser Schenkelfilet vom Huhn, ohne Haut und Knochen, in Scheiben
2 EL Fischsauce
Maiskölbchen oder Thai-Auberginen
4 dl dünne Kokosmilch oder Hühnerbrühe
Für die Garnitur zum Beispiel:
Kleine, scharfe Chilis (am besten Vogelaugenchilis), ganz
Einige Blätter Kaffernlimette, zerrissen oder aber von Stil und Grat befreit und in haarfeine Streifen geschnitten
Einige Blätter Süsses Thai-Baslikum (Bai horapa)
First Publication: 8-1-2010
Modifications: 15-1-2010, 14-10-2011